15. & 16. November | 11 – 16 Uhr
Digitalität, Demokratie & Kultur
Deutsches Tanzarchiv Köln
Im Mediapark 7 | 50670 Köln

Symposium & Hackathon
Digitalität, Demokratie & Kultur
Keynote: Audrey Tang, ehemalige Digitalministerin von Taiwan
Rückblick
Das Moovy Symposium 2025 brachte Künstler:innen, Wissenschaftler:innen, Technik-Enthusiast:innen und Kulturmacher:innen zusammen, um gemeinsam über Digitalität, Demokratie & Kultur zu diskutieren. Zwei Tage lang wurde das Deutsche Tanzarchiv Köln zu einem Ort des Austauschs, der Vernetzung und des gemeinsamen Nachdenkens darüber, wie digitale Technologien Kunst, Kultur und Gesellschaft verändern – und wie diese Veränderungen aktiv mitgestaltet werden können.
Ein zentrales Anliegen des Symposiums war es, digitale Räume als Orte der Gemeinschaft zu verstehen: frei zugänglich, demokratisch, sicher und kreativ. In Vorträgen, Diskussionen und einem Hackathon wurden neue Ideen entwickelt, Praxisbeispiele geteilt und konkrete Ansätze für gemeinwohlorientierte digitale Strukturen in Kunst und Kultur erarbeitet.
Zum Auftakt des Symposiums begrüßte das Moovy Festival die internationalen Gäste Audrey Tang, ehemalige Digitalministerin von Taiwan, und E. Glen Weyl, amerikanischer Ökonom bei Microsoft Research und Gründer von RadicalxChange. Gemeinsam mit einer internationalen Autor*innen-Community haben sie das visionäre Buch Plurality: The Future of Collaborative Technology and Democracy verfasst. In ihren Beiträgen rückten sie Technologie nicht als Gefahr, sondern als Motor für demokratische Teilhabe und gesellschaftliche Zusammenarbeit in den Mittelpunkt und setzten damit einen inhaltlichen Rahmen für die folgenden Tage.
Über zwei Tage hinweg bot das Symposium & Hackathon einen inspirierenden Ort des Austauschs und der Vernetzung. Ziel war es, konkrete Impulse für die Zukunft von Kultur und Digitalität zu entwickeln und gemeinsam an nachhaltigen, demokratischen und gemeinwohlorientierten digitalen Perspektiven für die Kunst- und Kulturlandschaft zu arbeiten.
Das Symposium fand in Kooperation mit dem Deutschen Tanzarchiv Köln statt. Die Konzeption des Symposiums wurde von der Kunststiftung NRW im Rahmen eines Recherchestipendiums für Ágota Harmati, Künstlerische Leiterin von Moovy, unterstützt.
An dieser Stelle veröffentlichen wir einen ausgewählten Input aus dem Symposium, der zentrale Fragestellungen zu Digitalität, Kunst und demokratischer Teilhabe vertieft.
Klaas Werner – Kunst, Kultur und digitale Infrastrukturen
In seinem Input fordert Klaas Werner dazu auf, Kunst und Kultur im digitalen Zeitalter neu zu denken und aktiv zu gestalten. Er macht deutlich, dass digitale Technologien weder neutral noch gerecht verteilt sind, und plädiert für Strategien, mit denen kulturelle Relevanz jenseits der Logiken großer Tech-Konzerne gesichert werden kann. Kulturinstitutionen seien gefordert, langfristige digitale Strukturen aufzubauen, Ressourcen zu teilen und sich für offene, gemeinwohlorientierte Infrastrukturen einzusetzen. Kunst, Kulturpolitik und Gesellschaft tragen dabei gemeinsam Verantwortung, digitale Räume als Orte demokratischer Teilhabe, kritischer Reflexion und schöpferischer Zukunftsgestaltung zu entwickeln.
Zu Klaas Werner:
Klaas Werner arbeitet an der Schnittstelle von Theater und Medienkunst. Sein Interesse gilt der Erforschung von Kommunikations- und Narrationspotenzialen zeitgenössischer Medien sowie technischer Infrastrukturen. Als Gründungsmitglied des Kollektivs Anna Kpok entwickelt er seit 2009 Theater-Games, On- und Offline-Performances, Installationen und interaktive Texte, die sich als Playful Encounters beschreiben lassen. Zudem ist er seit 2015 in verschiedenen Funktionen für das Büro medienwerk.nrw tätig, das er seit März 2025 leitet.
